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Freitag, 30. Januar 2009

Vom Leben nach dem Tod

Zu Anfang das Fröhliche: Wenn ich Äpfel, Birnen, Bananen, Tomaten oder Zwiebel brauche, gehe ich ins Paradies. So heißt der Obstladen auf meiner Straße. Dort wird man bestens bedient.

"Paradies“ ist ein treffender Name für ein Obstgeschäft. Denn dieses Wort wird vom altpersischen "pari-daida“, "Umwallung“ und "Lustgarten“, abgeleitet. Es hatte also schon immer irgendwie mit Obst zu tun. Die gleiche Vokabel kommt auch in der Bibel als "pardes“ vor. Auch dort bedeutet sie"Lustgarten“. Aus diesem Lustgarten aber wurde allmählich ein Ort der ewigen Seligkeit.

Der Garten als Paradies. Keine so abwegige Vorstellung, wenn man im regenkargen Nahosten zuhause ist. Auch Adam und Eva lebten in einem Garten – bevor sie ihre berühmte große Dummheit begingen. "Gan eden“ hieß dieser Ort auf Hebräisch. "Gan“, wie "pari-daida“ bedeutet "Umwallung“ und „Lustgarten“. Das arabische, "Dschanatun“, auch einst ein Wort für "Garten“, wurde im Islam zum stehenden Begriff fürs "Paradies“. Und der deutsche "Himmel“? Der hatte einst den Sinn von "Stein“. Fragen Sie mich nicht, warum ein Stein zum Sinnbild des Himmels wurde. Zudem ist "Himmel“ mit "Hammer“ verwandt. Wer möchte das ewige Leben auf einem Stein verbringen? Offenbar die Germanen.

Der Sinn vom englischen "heaven“ ist indes leichter nachzuvollziehen: wohl mit dem deutschen "Hafen“ verwandt. Für einen seefahrenden Angelsachsen mutet ein sicherer Hafen in der Tat wie ein Stück Himmel an.

Die Kehrseite vom Himmel ist die Hölle, ein deutsches Wort, das auf den Namen der germanischen Unterweltgöttin "Hel“ zurückgeht. Das weiß aber jeder. Weniger bekannt, ist die Tatsache, dass der eigentliche Sinn von "Hel“ "verborgen“ ist, verwandt also mit "hehlen“. Die Hölle war vielleicht kein Ort der ewigen Qual, eher eine Adresse, die man nicht gut kannte.

In der hebräischen Bibel sucht man vergebens nach der "Hölle“. Denn von Himmel und Hölle ist in der Bibel – zumindest im Sinne des Jenseits – nirgends die Rede. Erst in nachbiblischen Texten taucht das "Gehinnom“, wörtlich "Schlucht von Hinnom“, auf. "Hinnom“ war damals ein ganz normaler Name – wie Schmidt oder Blumenthal heute. Die "Hinnomschlucht“ war zunächst nichts anders als die städtische Müllhalde vor den Mauern des antiken Jerusalem. Wieso ausgerechnet eine Restmülldeponie zum Inbegriff der Hölle wurde, ist mir nicht ganz klar. Im Neuen Testament wird "Gehenna“ stets für "Hölle“ gebraucht. Auch der Koran hat sich das hebräische Wort angeeignet. "Dschahannam“ heißt der qualvolle Ort, wo die unartigen Seelen brutzeln.

Nun wissen Sie das Wichtigste über Himmel und Hölle, vor allem aber, dass sie beide ziemlich zufällig zu ihren Namen gekommen sind, wie das so ist im Leben.

Alles, was mit dem Jenseits zu tun hat, bastelt man sich stets aus Indizien oder Spekulationen. Es geht nicht anders. Und das gilt auch für den "Tod“. Haben Sie gewusst, dass dieses deutsche Wort ursprünglich die Bedeutung "Leben“ und "Atmen“ hatte? Nein, das habe ich nicht erfunden. Es steht in Kluges "Etymologischem Wörterbuch“.

Eigentlich treffend, dass das Geheimnis, das hinter dem Tod steht, "Leben“ heißt.

Ich würde diese Glosse am liebsten mit obiger positiven Botschaft ausklingen lassen, doch zum Schluss muss ich zu meinem Bedauern Unerfreuliches berichten.

Nach 250 Sprachglossen wird die Redaktion PM den Sprachbloggeur einstellen. Schade. Ich habe das Gefühl, ich komme erst jetzt allmählich richtig in Gang. Wenn Sie möchten, können Sie sich mit Ihrer Meinung zu dieser Neuigkeit an den PM-Chefredakteur Thomas Vasek wenden. Wenn Sie mich persönlich kontaktieren möchten, schreiben Sie an pjb@sprachbloggeur.de.

Doch kein Tod ohne Wiedergeburt. Diese Glosse wird künftig in eigener Regie weitergeführt. Womöglich wird sich einiges ändern, d.h., ich werde den Begriff „Sprache“ noch etwas breiter auslegen. Wenn alles nach Plan läuft, ist der Sprachbloggeur unter der Adresse www.sprachbloggeur.de bald wieder für Sie erreichbar. Falls es mit der Einrichtung nicht sogleich klappt, haben Sie bitte etwas Geduld. Aller Anfang ist schwierig. Jedes neue Haus muss erst gebaut werden.

Ich danke Ihnen liebe Leser, liebe Leserinnen, für Ihre Treue. Es hat mir stets großen Spaß gemacht diese Glossen zu machen. Ohne Sie aber hätte ich kein Wort davon schreiben wollen.

ZUSATZ: 24. Februar 2009. Der Sprachbloggeur ist ab jetzt mit neuen Beiträgen unter www.sprachbloggeur.de zu erreichen.

Dienstag, 27. Januar 2009

Das geheimnisvolle Lächeln der Mona Lisa

Zu Beginn ein alter Witz: Ein dummer Student geht baden, und beinahe ertrinkt er dabei. Was macht er? Er beteuert, dass er nie wieder ins Wasser gehen wird, bis er das Schwimmen gelernt hat.

Und noch so ein Hosenreißer: Ein endlos quasselnder Friseur fragt seinen Kunden, "Wie soll ich Ihre Haare schneiden?“ Sagt der Kunde, "Ohne zu reden.“

Wenn Sie Römer – bzw. Römerin – wären, würden Sie in diesem Augenblick ausgelassen "cachinnare“, d.h., sich kugeln vor Lachen. Denn obige Witze stammen vom ältesten (bekannten) Witzbuch der Welt, dem "Philogelos“, zu Deutsch "Gernlachender“, das im 4. nachchristlichen Jahrhundert in lateinischer Sprache die Runde gemacht hat. Möglicherweise ist es noch viel älter. Der griechische Titel und die Namen der Verfasser, Hierokles und Philagrios, weisen auf einen Ursprung in Griechenland hin.

Damit will ich nur sagen, dass die Stimulierung der Lachmuskeln keine Erfindung des „Comedy Central“ ist. Der römische Komödiendichter Plautus – er lebte im 3. vorchristlichen Jahrhundert – machte in seinem Stück "Miles Gloriosus“ (der glorreiche Soldat) unentwegt Wortspiele auf das Wort "testis“, das im Lateinischen sowohl "Zeuge“ wie auch "Hoden“ bedeutet.

Alldies erwähne ich – wie immer – aus rein sprachlichen Gründen. Ich war neugierig zu wissen, warum das Lachen auf Deutsch "Lachen“ heißt. Dies zu beantworten stellte sich einfacher aus, als ich ursprünglich gedacht habe: Dahinter steckt nämlich ein "klak“ oder ein lautmalerisches "klakklak“. Was wir heute als "hahaha“ empfinden, mutete für die Urgermanen wie ein "klakklakklak“ an. Ich denke, dass sich das lateinische "cachinnare“ ("cacaca“) ähnlich erklären lässt.

Ist es nicht komisch, dass Abhandlungen über das Lachen oder über Witze zu den ernstesten und trockensten Themen zählen? Ich weiß, warum: Man will etwas Lebendiges, Zerbrechliches sezieren. Kaum hat man es im Griff, zack!, ist es weg.

Der französische Physiologe Guillaume-Benjamin Duchenne (1806-1875) ist heute aus zwei Gründen bekannt, der erste weniger erfreulich: Er hat den Muskelschwund als Krankheit entdeckt. Doch ebenfalls hat er das "Lächeln“ wissenschaftlich so weit wie möglich untersucht. Er erkannte zwei Arten des Lächelns: Bei der ersten werden die musculi orbiculares oculi – zu Deutsch die Muskeln, die das Auge umringen – beannsprucht. Wer so lächelt, drückt, so Duchenne, wahre Freude aus. Von daher trägt dieses Lächeln heute den Namen "Duchenne-Lächeln“. Wenn man aber nur mit den Muskeln um den Mund lächelt – wie es Bonzen und Promis zu tun pflegen, wenn sie im Blitzlichtermeer waten (oder wie auch wir es tun, wenn einer uns mit dem Fotoapparat bedroht und verlangt, dass wir "cheese“ sagen“), dann ist die Rede von einem "Nicht-Duchenne-Lächeln“, das so echt wirkt wie die Wohnzimmereinrichtung im "Frühstücksfernsehen“.

Was aber verbindet das Lachen so sehr mit dem Lächeln, dass man das Lächeln im Deutschen wörtlich als "kleines Lachen“ charakterisiert? Meiner Meinung nach müßte "lächeln“ "schmunzeln“ bedeuten. Denn ein "Schmunzeln“ ist ein echtes "kleines Lachen“.

Das englische "smile“ – also "lächeln“ – ist mit dem deutschen "schmeicheln“ verwandt. Das leuchtet ein: Jeder lächelt, wenn er schmeicheln will. Ich versuche mir den Menschen vorzustellen, der das Wort "Lächeln" als erster aus der Taufe erhob. Ich verstehe seine Bewegungsgründe aber kaum.

Für ein anderes rätselhaftes Phänomen habe ich jedoch eine Lösung: das des sagenumwobenen Lächelns der "Mona Lisa“. Ich glaube nicht, dass die abgebildete Dame wirklich lächelt. Durch lange Sitzungen beim Meister Leonardo hat sie eher an Blähungen gelitten. Klakklakklak usw.

Freitag, 23. Januar 2009

Ärger mit den Deals

Am Mittwoch habe ich in den Fernsehnachrichten erfahren, dass die Arbeitslast der Gerichte durch "Deals“ erleichtert werden soll. Das heißt: Staatsanwalt und Verteidiger setzen sich zusammen, um ein allerseits annehmbares Strafmaß auszuhandeln. Das soll einem gestressten Richter viel Kopfzerbrechen ersparen.

"Deal“ im Sinn eines "Handels“ bzw. "Geschäfts“ ist kein Newcomer in der deutschen Sprachszene. Mindestens seit den 1960er Jahren macht man "Deals“. Folgendes Zitat aus dem "Mannheimer Morgen“ vom 25. April 1969 habe ich im "Duden“ gefunden: "Die Übernahme von Wintershall war ein faires Deal.“

Zu bemerken: 1976 – das Erscheinungsjahr meines "Duden“ – waren sowohl "das“ wie auch "der“ Deal möglich. Im obigen Beispiel aus dem MM war der Deal noch ein "das“. Im neuesten "Duden“ (2006) ist ein "Deal“ eindeutig männlich geworden.

Schon mehrmals habe ich Ihnen mein Leid über das Genus im Deutschen geklagt. Bedenken Sie: Alles, was die deutsche Grenze passiert – egal ob Sache, Idee oder gar Mensch – wird alsbald mit einem eigenen Artikel ausgestattet. Als ein Bekannter das erste Mal in meiner Gegenwart verkündete, "Der PJ, der ist Amerikaner“, war ich fasziniert. Nie zuvor hatte man vor meinen Namen einen Artikel gesetzt. Du Lieber, dachte ich, du bist wirklich nicht mehr in San Franzisko.

Kein Ausländer schafft es aber, mit dem Kuddelmuddel der Artikelzuweisung fertig zu werden. Bis heute mache ich Fehler und werde als Unkundiger geoutet. Erst vor wenigen Tagen, zum Beispiel, habe ich in einer Glosse "DEN Mechanik“ oder so ähnlich geschrieben. Ich war fest davon überzeugt, dass die Mechanik etwas Männliches war. Tja.

Aber es kommt noch schlimmer: So frustrierend es auch ist, für jedes Wort den passenden Artikel zu verinnerlichen, leidet der Migrant unter einer noch heimtückischeren Eigenschaft der deutschen Sprache: Manchmal kann ein und dasselbe Wort mit verschiedenen Artikeln versehen werden.

Damit sind wir wieder beim "Deal“ gelangt. Denn beinahe wäre auch er zu einem solchen Zwitter geworden. Keine Ahnung, wieso man sich auf die männliche Form geeinigt hat. Aber noch irritierender ist es, wenn ein Wort nicht nur mehrgeschlechtlich ausgestattet wird, sondern wenn es zugleich Unterschiedliches bedeutet, je nach der Artikelvorgabe. Zum Beispiel "Teil“. Es gibt ein "der“ und ein "das“ Teil. "DER Teil“ ist – so "Duden“ – "etwas, was mit anderem zusammen ein Ganzes ist.“ Soweit so gut. Es gibt "Landesteile“, "Korperteile“ und und. "DAS Teil“ hingegen ist, nach dem "Duden“ "etwas, was jemand von einem Ganzen hat“. Alles klar? Mir nicht so ganz.

Nebenbei: "Teil“ und "Deal“ sind aus sprachgeschichtlicher Sicht nahe Verwandte. Der "Dealer“ (heute – zumindest im Deutschen – einer, der mit Drogen handelt) ist im Englischen einer, der "ver-„ bzw. "ausTEILt“. Von der Bedeutung "austeilen“ ist es nur ein kleiner Schritt zum "Geschäfte machen“. Im Englischen gibt es viele "car dealer“, d.h., Leute, die Autos unter das Volk bringen. Wenn man Spielkarten "gibt“, "dealt“ man sie auf Englisch.

Oder "Virus“. Wenn zwei Mediziner miteinander über diese Erreger diskutieren, dann handelt es sich um ein "das“ Virus. Wenn ich auf meine "Viren“ zu sprechen komme, werden sie – zack bums! – zu Kerlen! Warum? Und wenn ich mit einem Arzt befreundet bin, und wir einfach so miteinander plaudern, muss er diese Krankmacher als "DAS Virus“ darstellen, während von mir "DER Virus“ erwartet wird? Sie verstehen das Problem…hoffentlich.

Das Beste aber fürs Letzte: Mein Vorschlag für das verkorksteste Wort der deutschen Sprache ist "Band“. "DAS Band“, "DER Band“ und auch "DIE Band“ sind alle möglich. Es ist wie eine Pralinenschachtel, und der arme Deutschsprechende hat die Qual der Wahl.

Natürlich darf ich auch "der“ und "das“ Blog nicht unerwähnt lassen. Ich habe mich zwar längst für "der Blog“ entschieden, bin dennoch froh, dass ich meine Kolumne eine "Glosse“ nenne.

Dienstag, 20. Januar 2009

Mein Problem mit dem Telefon

Meine Eltern haben mir schon im zarten Kinderalter richtige Telefonmanieren eingeschärft: "Du muss zuerst 'hello’ sagen. Auf keinen Fall darfst du deinen Namen angeben, es sei denn, wir kennen den Anrufer.“

Ich habe mir diese Anweisungen sehr zu Herzen genommen. Wenn das Telefon klingelte (damals war es wirklich ein Klingeln – in jedem Telefon steckte nämlich eine richtige Klingelmechanik aus blitzendem Stahl), sagte ich "Hello?“.

"Mit wem spreche ich?“ fragte der Anrufende manchmal.

"Das sage ich nicht,“ antwortete ich, "Mit wem spreche ICH?“ Ich blieb immer sehr stur – und bleibe es auch heute.

Im Ernst. Bis heute fahre ich in dieser Weise fort. So sehr habe ich die Frucht meiner Erziehung verinnerlicht.

Warum es mir verboten wurde, mehr als "hello“ als Telefongruß zu bieten, ist mir allerdings nicht bekannt. Hatten wir Angst vor Einbrechern? vor Entführern? Keine Ahnung. In einer Großstadt wie New York wollte jeder vielleicht die Illusion seiner Anonymität bewahren.

Obiges nur zur Einleitung. Heute liegt mir der Vorwurf meiner Söhne am Herzen, dass meine Telefonbegrüßung ausgesprochen unfreundlich klingt. Nebenbei: Ich bin längst vom amerikanischen "hell-O-u?“ (so klingt es in deutschen Ohren) abgerückt. Eine Zeit lang zog ich ein fragendes, deutsches "Hal-LO-o?“ vor. Freunde und Verwandte in den USA haben sich immer über mein deutsches "Hallo?“ lustig gemacht.

Seit geraumer Zeit bin ich zu einem "Ja-a?“ übergegangen. Dieses "Ja-a?“ gefällt meinen Söhnen wiederum gar nicht. Sie meinen, damit klänge ich noch unfreundlicher als üblich. Inzwischen habe ich das "Ja-a?“ ein wenig frisiert und trillere stattdessen ein munteres "Já-aa!“ in den Hörer. Die erste Silbe ertönt stets etwas höher als die zweite.

"Warum meldest du dich nicht einfach mit Nachnamen, wie jeder es hierzulande tut.“

"Ich kann nicht über meinen Schatten springen“, antworte ich defensiv. "Es geht mir ganz gegen den Strich, einem Anrufenden meinen Namen zu verraten. So wurde ich halt erzogen.“

"Aber zumindest freundlich“, sagt der eine Sohn. "Im Büro melde ich mich immer mit Nachnamen. Dann spreche ich die Leute stets mit ihren Namen an, Herr soundso, Frau soundso. Man mag das, es klingt ja persönlich, fürsorgend.“

"Und mein 'Já-aa!’, klingt es nicht melodisch?“

"Meine Freunde denken, du bist immer schlecht gelaunt“, sagt der andere Sohn.

Inzwischen weiß ich, dass man sich am Telefon nur in den wenigsten Ländern mit dem Nachnamen meldet. Dazu zählen Deutschland und Finnland. Notabene: In Finnland nannte man das dortige Geld vor Einführung des Euros "Mark“.

Alexander Graham Bell, der Erfinder des Telefons, hatte sich über eine passende Telefonanrede einige Gedanken gemacht. Sein Vorschlag im Jahr 1876 war "Ahoy!“, so wie die Matrosen zueinander rufen. Die Tschechen haben dieses "Ahoy!“ längst zu einer ganz normalen Begrüßungsfloskel auf der Straße verwandelt. Sonst hat das "Ahoy!“ nirgends Wurzeln schlagen können.

Die Italiener sagen lieber "pronto“ ("fertig“, "bereit“, d.h.: "Ich bin bereit am Apparat zu reden“). Durch ganz Europa hat sich aber zumeist irgendeine Form von "Hallo“ – das gilt auch für das spanische "Hola!“ – durchgesetzt. Japaner sagen übrigens "moshi moshi“. Keine Ahnung, was es bedeutet.

Ich überlege, ob ich eines Tages mein "Ja?“ in ein "Ja, bitte?“ verändern soll. Ich weiß nicht. Mir erscheint "Ja, bitte?“ viel zu kaltschnäuzig. Geschmackssache halt.

Wenn Alexander Graham Bell gewusst hätte, wie kompliziert das Telefonieren werden würde, hätte er bestimmt etwas ganz anders erfunden – vielleicht das Emailen – ist ohnehin viel praktischer.

Freitag, 16. Januar 2009

Hundekunde

Fast jeder kennt den alten Witz vom englischen Ehepaar (oder war das ein deutsches Ehepaar?), das mit seinem Rover (mit Bello?) in Guangdong unterwegs war.

Das brave Haustier trippelt vergnügt neben Herrchen und Frauchen her, als diese mit großem Appetit in einem Restaurant einkehren, wo man leider kein Englisch (bzw. Deutsch) spricht. Man verständigt sich also mit Händen und Füßen. Eine Geste in Richtung Mund und Magen, eine Geste, die ein Tablett darstellt und last not least eine Geste in Richtung Rover/Bello und dann wieder Hand zum Mund und Magen. Der Kellner lächelt freundlich, signalisiert, dass er verstanden hat und führt den gutmütigen Zamperl in die Küche. Jeder soll auf seine Kosten kommen.

Wer die Pointe schon kennt oder erraten hat, kann diesen Absatz guten Gewissens überspringen. Alte Witze machen muntere Mienen müde. Mein Thema ist ohnehin nicht die Gebärdensprache, sondern der Hund selbst. Aber vorerst zu unserem Ehepaar zurück, das inzwischen lange auf sein Essen – und ebenfalls auf den Rückkehr seines kleinen pelzigen Freunds – wartet. Um die Zeit zu vertreiben, machen sie Witze darüber, dass eine Küche das Paradies der Hunde sei und dergleichen. Endlich betritt der lächelnde Kellner mit einem dampfenden Tablett den Raum; der leckere Duft von Fleisch und Gemüse becirct die Gemüter … Ja, ja, es ist halt ein alter Witz, und Sie wissen ohnehin schon, wie er ausgeht…

Merkwürdig ist die Beziehung zwischen Mensch und Hund. Dieses Lebewesen gilt als unser erster (und bester) Freund aus dem Tierreich – auch wenn es sich möglicherweise seit jeher nur um ein Zweckbündnis handelt. Die Sprache verrät aber unsere wahren Gefühle dem Hund gegenüber. Man fühlt sich "hundsmiserabel“, oder man geht "vor die Hunde“ oder kommt "auf den Hund“. Küppers "Worterbuch der deutschen Umgangssprache“ bietet unter dem Stichwort "Hund“ 163 Redewendungen an – davon sind die meisten negativ belegt. Wenn etwas nicht mündet, sagt man, zum Beispiel, es schmecke "wie Hund“ oder "wie dicker Hund von hinten“ – was in Guangdong wiederum einem wohl den Mund wässrig machen würde. Jemanden schlichtweg als "Hund“ zu bezeichnen, ist im Deutschen alles anders als ein Kompliment – außer vielleicht im Bayerischen, wo "bist a Hund“ durchaus positiv zu bewerten ist.

Warum diese hundemäßige Missachtung? Vielleicht weil sich der Hund, wenn er nicht gerade bissig ist, uns gegenüber untertänig verhält – sein Erbe aus dem Leben im Rudel. Viele Menschen halten bedingungslose Freundlichkeit oder Hilfsbereitschaft für ein Zeichen der Schwäche, was wiederum Agressionen erweckt – erst recht, wenn es um einen Hund geht.

Die Vokabel "Hund“ zählt jedenfalls zum Urwortschatz der indoeuropäischen Sprachen. Somit kann man sich eine Vorstellung machen, wie alt die Beziehung zwischen Mensch und Hund ist. Lateinisch "canis“ und das griechische "kyon“ (der "kynikos“, d.h. "Zyniker“, war ursprünglich ein bissiger Mensch) sind beide etymologisch mit "Hund“ verwandt. ("C“ und "H“ wechseln sich manchmal bei verwandten Sprachen ab). Die Spanier nennen ihre "Köder“ (wörtlich "Verschlinger“) lieber "perro“. Keiner weiß, warum. Beste Theorie: Das Knurren eines Hunds klingt wie "prrrrrrrr“. Nebeinbei: "Perro“ als Adjektiv bedeutet auf Spanisch „gemein“. Einmal erlebte ich in Südmexiko, wie am Dorfplatz ein knochendürre Hund gemächlich an einer Menschentraube vorbeilatschte. Plötzlich und aus nichtigen Gründen verpasste ihm jemand einen Tritt. So ist es mit den Hunden.

Wer Arabisch sprechen lernen will, muss mit der Vokabel "kalb“, also "Hund“, besonders vorsichtig umgehen. Das Wort gilt in dieser Sprache als wüster Fluch. Was die Sache zusätzlich erschwert: Das arabische "qalb“, "Herz“, klingt ähnlich. Nichtmuttersprachler stolpern manchmal über die Aussprache des arabischen Kehllauts "Q“, der an einen "K“-Laut erinnert, wenn man mit einem Kloß im Hals spricht. Warum hat der "Hund“ bei Arabern einen so schlechten Ruf? Weil er als unrein gilt, was eine alte Auffassung unter Semiten zu sein scheint. Schon im Althebräischen der Bibel wurde "kelew“ als Beschimpfung verwendet. "Kalb“ und "kelew“ stammen übrigens beide von einem Wortstamm, das "fassen“ oder "packen“ bedeutet.

Armer Hund. Wenn er nur wüsste, was wir wirklich von ihm halten. Aber dann wäre er eben kein Hund.

Dienstag, 13. Januar 2009

Dieser Text ist böse

Als ich um die zwanzig war, habe ich mich mit Vorliebe schwarz angezogen und immer sehnsüchtig darauf gewartet, dass eine(r) mich fragte, was für einer ich bin. Dann antwortete ich seelenruhig und zugleich wie aus der Pistole geschossen, "I’m revolting“. Man muss wissen, dass im Englischen "revolting“ zwei Bedeutungen hat: "ekelhaft“, "abstoßend“ und ebenfalls "rebellierend“. Ich fand die Ambiguität irrsinning lustig.

Zugleich habe ich – wie viele junge Menschen damals – einen "Button“ getragen, eine jener runden mit Bild oder mit Worten bedruckten Plaketten, die den Zweck haben, eine gewisse Einstellung oder Meinung zur Schau zu stellen. Meinen habe ich mir selbst zusammengebastelt, und zwar aus einem bereits existierenden Button, den ich mit etwas Abdeckband überzog, um darauf mit Filzstift (damals eine Neuigkeit auf dem Markt) das Wort "EVIL“, also "BÖSE“, zu schreiben. Mit diesem bedrohlichen Abzeichen stolzierte ich schwarz bekleidet und unschuldig durch die Gegend. Was heißt hier "böse“? Im Englischen wird "EVIL“, wenn man es verkehrt herum liest, zu "LIVE“. Ja, ich war ein typisch unausstehlicher Bursche, der gerne ironisierte – wie Abermillionen andere vor und nach mir.

Ich habe gestern an meinen Hang zu Wortspielen gedacht, als ich über die "Kakodaimonistai“ gelesen habe. Es handelt sich um vier Jugendliche namens Kinesias, Apollophanes, Mystalides und Lysitheos. Sie lebten um das Jahr 400 v.Chr. in Athen. "Kakodaimonistai“ lässt sich ins Deutsche in etwa mit "Bösegeisterklub“ übersetzen. Griechisch "kakos“ bedeutet "böse“, „Daimon“ ist ein "Geist“.

Diese vier Knaben – man weiß leider nicht, wie alt sie damals waren, ich tippe auf siebzehn bis zwanzig – setzten sich stets zusammen an Tagen, die nach dem damals gültigen religiösen Kalender als ungünstig galten, um ihre Feste zu feiern.

Waren das griechische Satanisten, Teufelsanbeter und dergleichen? Ich vermute, nein. Ich glaube sie waren ebenso „böse“ wie ich mit zwanzig Jahren. Ich meine, die "Kakodaimonistai“ waren lediglich "revolting“.

Die Jugendsprache mag gerne schockieren oder verwirren. Und das tut man am besten, wenn man den üblichen Sinn eines Wortes restlos durcheinanderbringt. Auf Englisch sagten wir, zum Beispiel, "bad“, wenn wir etwas Positives ausdrücken wollten. Nebenbei 1): "Bad“ in diesem Sinn haben wir aus dem Dialekt der Afroamerikaner übernommen. Die Schwarzen in Amerika sind immer sehr spielerisch mit der Sprache umgegangen. Auch das allgegenwärtige "cool“ hat so eine Herkunft. In den 1930er Jahren schwärmten alle von der "hot“ Musik. Es war also zu erwarten, dass jemand "cool!“ ausrufen würde, um auf "hot!“ zu deuten. Nebenbei 2): Solche gewagte Umkehrungen finden auch in der Mode statt. Wer seine Baseballmütze mit der Krempe nach hinten trägt, macht mit einer Kopfbedeckung das, was andere mit Worten tun.

Ich kenne dieses Phänomen der Sinnverdrehung im Deutschen allerdings nicht– mit Ausnahme vielleicht von "schrecklich“ (wie „schrecklich interessant“) oder "furchtbar“ und "irrsinnig“. Doch nun hat mich mein Sohn aufgeklärt. Er erzählte, dass mit "krasser Scheiß“ oder "asozial geil“ durchaus Positives gemeint sei. Auch "böse“ sogar "endsböse“ seien als Kompliment zu verstehen und natürlich auch "scheißübel“.

1975, das heißt, als ich die deutsche Sprache zuerst intim kennenlernte, waren mir "böse“ und Co. nie zu Ohr gekommen. Vielleicht verkehrte ich damals in den falschen Kreisen. Dennoch frage ich mich, ob diese Umkehrung der Werte im heutigen Jugendslang vielleicht doch was Neues ist. Irgendwie wittere ich im Hintergrung MTV etc.? Oder irre ich mich?

Fest steht jedenfalls: "BÖSE“ verkehrt herum ist "ESÖB“.

Freitag, 9. Januar 2009

Muss man Nazi sein, um Fraktur zu mögen?

Als ich gestern im Wohnzimmer mit einem breit gefächerten Exemplar der Deutschen Allgemeinen Zeitung vom 31. Januar 1933 demonstrativ rasselte, fragte mein Sohn endlich, "Wo hast du die alte Zeitung her?“.

Ich spielte zunächst dumm und antwortete, "Alte Zeitung, was für alte Zeitung? Ich lese die Zeitung halt wie jeden Tag. Ich habe sie im Zeitungsgeschäft gekauft.“

Ich merkte schnell, dass dieses Spielchen keinen Eindruck auf meinen Sohn machte. Er hat nicht einmal die große Überschrift auf Seite eins kommentiert: "Die erste Sitzung des Kabinetts Hitler“. Vielmehr sagte er: "Ach, du hast dir diese Alte-Zeitung-Serie gekauft.“

"Woher weißt du davon?“

"Das hat man in der Fernsehwerbung gesehen.“

Wie immer bin ich der letzte, der über Neuigkeiten erfährt. Meine Söhne wissen immer schneller Bescheid als ich. Ich hingegen bin gestern nur ganz zufällig auf diese neue Publikation "Zeitungszeugen“ gestoßen. Jede Woche erscheint eine Mappe mit Faksimiles historisch signifikanter deutscher Zeitungen aus der NS-Zeit. Diese Woche, z.B., lagen in der Mappe Exemplaren der nationalkonservativen "Deutsche Allgemeine Zeitung“, der kommunistischen "Der Kämpfer“ und des Naziblatts "Der Angriff“ – allesamt Nummern vom 30. oder 31. Januar 1933, dem Tag also der Machtübernahme Hitlers. Wohlgemerkt: In diesen Zeitungen stehen nicht nur Nachrichten über Nazis. Man kann sich ebenso über Kultur-, Sport- und Wirtschaftsereignisse informieren – wie in jedem Tageblatt. Auch das Rundfunkprogramm findet man vor und natürlich die Reklamen. Deutsche Geschichte wird richtig dreidimensional präsentiert. Im übrigen kann sich der Leser in mehreren Seiten Kommentar, von namhaften Historikern geschrieben, vertiefen . "Zeitungszeugen“ ist meines Erachtens ein anspruchsvolles Unterfangen.

Ich erzähle davon aber nicht, weil ich Teilhaber am Projekt wäre, sondern weil ich in den Begleitkommentaren einen kurzen Text der Historikerin Irene M. Leitner über die "deutsche Fraktur“– die Schriftart, in der alle oben genannte Zeitungen damals gedruckt wurden – entdeckt habe. Frau Leitner erklärt in einer aufschlussreichen Glosse, dass die Fraktur – „Schwabacher Schrift“ genannt – seit der Anfangszeit des Buchdrucks in Deutschland im Gebrauch sei, wobei sie allerdings seit jeher mit der "Antiqua“-Schrift in Konkurrenz gestanden habe. (Der Text, den Sie gerade lesen, wird "Antiqua“, sprich "Lateinschrift“, geschrieben).

Im 19. Jahrhundert wetteiferten die beiden Schriftarten besonders heftig miteinander. Der Streit verschärfte sich erst recht, so Frau Leitner, 1908-1911 im Reichsrat. Als die Nazis an die Macht kamen, schien die Sache endgültig zugunsten der Fraktur entschieden zu sein. Reichsinnenminister Frick habe sie als "einen Ausdruck deutscher Identität“ (Zitat Leitner) bezeichnet. 1937 wurde es jüdischen Verlagen untersagt, Bücher in Fraktur drucken zu lassen.

Dann die Überraschung: 1941 kippte Hitler, der nichts für die Fraktur übrig hatte, diesen "Ausdruck deutscher Identität“, der nunmehr als "Schwabacher-Judenlettern“ verhöhnt wurde. Die Nazis bekannten sich hundertprozentig zur "Antiqua“.

Schade, behaupte ich, dass die Fraktur abgeschafft wurde. Ich meine dies nicht etwa, weil ich ein Herz für die Nazis hätte, sondern weil ich, anders als Hitler, die Fraktur immer gerne hatte. Griechisch wird in einer eigenen, traditionsreichen Schrift zu Papier gebracht, auch Russisch, warum nicht Deutsch? Wer kein Deutsch kann, wird einen deutschen Text ohnehin nicht verstehen, ob er in Fraktur oder Antiqua steht. Nebenbei: Ich mag ebenso gerne die deutsche Schreibschrift, das sogenannte "Sütterlin Alphabet“ (nach dem Graphiker Ludwig Sütterlin). Auch sie wurde 1941 durch einen Erlass der Nazis verboten. Immer dieser zwanghafte Drang zur Gleichschaltung!

Komisch, dass sich die "Braunen“ heute ihre Träume in Fraktur gestalten, obwohl ihr "Führer“ diese Schriftart schroff abschaffen ließ. Ich halte es sowieso für falsch, diese uralte Schriftart der deutschen Länder zu politisieren. In meinem Traumdeutschland schreiben alle Deutschsprechenden das Sütterlin Alphabet und lesen Fraktur – auch ohne Arierpass.

Dienstag, 6. Januar 2009

Wie man klug wird

Ich bitte Sie, meine Damen und Herren, um Ihre geschätzte Aufmerksamkeit. Heute werde ich ein äußerst kompliziertes Kunststück vorführen. Ich werde beweisen, dass sich die alte Binsenweisheit, "kein Lernen ohne Leiden“ durch sprachgeschichtliche Mittel zu bestätigen ist. Staunen Sie noch nicht. Ich bitte aber um absolute Ruhe, sonst droht dem abgelenkten Artisten Schlimmes.

Es geht nun los…und zwar mit dem "Lehren“, das lediglich ein einziges, dünnhäutiges "N“ von seinem Verwandten "Lernen“ unterscheidet. Nein, bitte noch keinen Beifall.

"Lehren“ (und jetzt wird es spannend) bedeutete einst "gehen“. Ist doch klar. Um etwas zu lernen, muss man eine Strecke zurücklegen. Im alten Rom sagte man "lira“ – es handelt sich um einen Verwandten unseres "Lehrens“ – im Sinne von "Furche“. Wer lernt, schnitzt sich ins Gedächtnis eine gewisse "Furche“ ein.

Was heißt "einschnitzen“? Im Deutschen wird einem etwas "eingeschärft“. Messerscharf eingeschärft. Kein Lernen ohne Leiden also.

Ich bin dank eines Artikels aus der Münchener Abendzeitung (17. Juli 2008) auf diese Idee gekommen. Der Titel lautete "Die Schule AG“. Autorin Tina Angerer erzählte von einer neuen Privatschul-Kette, die momentan in Deutschland fuß fasst. Kollegin Angerer hatte die Münchener "Filiale“ besucht.

Es war ein einziges Wort in ihrem Aufsatz, das damals meine Aufmerksamkeit fixierte: "smartboards“. Ich zitiere: "Die gute alte Tafel gibt es in den Klassenzimmern nicht mehr – stattdessen hängen 'smartboards’ an der Wand: Der Lehrer kann manuell darauf schreiben, er kann das Bild seines Laptops an die Wand werfen, die Kinder können mit ihren Händen an der Wand Symbole antippen…usw“.

"Smart“ bedeutet im Englischen "gescheit“, "klug“, "intelligent“ und dergleichen. "Smart“ ist obendrein in der globalen Techiesprache zum beliebten Modebegriff geworden. Längst gibt es "smart screens“, "smartpens“ "Smartphones“, "smartcards“ usw.

Aber jetzt komme ich zum Höhepunkt meines Kunststücks: Das englische "smart“ ist mit einer sehr verbreiteten deutschen Vokabel eng verwandt: "Schmerz“. "To smart“ bedeutet auf Englisch "schmerzen“. Als Hauptwort wird "smart“ gebraucht, um eine schmerzende Wunde zu bezeichnen. "Smart“ als Adjektiv hat primär den Sinn von "schneidend scharf“ und von daher "intelligent“. Intelligenz und Schärfe sind wohl nicht zu trennen. Einschärfung, Furche, Lehren, Lernen. Oho.

Auch wenn die Zeiten der körperlichen Züchtigung Gott sei dank vorbei sind, bleibt uns der Schmerz, um "smart“ zu werden, nie erspart. Die Schmerztafeln, die Schmerzkarten, die Schmerzphones und alle sonstige Schmerzmittel machen immer klüger. Vielleicht hat der Weihnachtsmann auch Ihnen etwas Smartes unter den Baum gelegt.

Ich habe jetzt mein schwieriges Kunststück vollendet. Sie dürfen wieder reden.
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