Der Bonner Wissenschaftsladen: Brückenbauer zwischen Forschung und Öffentlichkeit
Er machte schon viele Jahre von sich reden. Der Wissenschaftsladen Bonn versteht sich als Brücke zwischen Wissenschaft und Forschungseinrichtungen sowie Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft. Mit 25 Mitarbeitern ist er der größte von 58 EU-geförderten Wissenschaftsläden in Europa. Darüber hinaus sind weitere solcher Einrichtungenn über die ganze Welt verteilt, neuerdings auch in China. Die "Science Shops" haben sich zu dem Internationalen Science Shop Network „Living Knowledge“ zusammengeschlossen. Dieses wiederum steht in Verbindung mit dem "Science and Society" Portal der EU, in dem weitere Informationen und Projekte zu diesem Thema gebündelt werden.
Die Bonner verstehen sich als „Zentrum bürgernahen Wissenschaftstransfers“und engagieren sich für Projekte wie etwa: bereits Grundschüler sollten naturwissenschaftliches Experimentieren lernen; Anschubhilfen für Umwelttheater-Aktionen; Integegration von Einwanderern durch Anlegen internationaler Gärten, in denen sie ihre eigenen Gemüse anbauen, um so „leichter Wurzeln in der Fremde zu schlagen“.
In diesem Sommer stehen zwei wichtige internationale Konferenzen an, die vom Wissenschaftsladen Bonn organisiert werden und die das Thema Bürgerbeteiligung in der Wissenschaft vertiefen sollen. Vom 17. bis 21. Juni findet in Neapel ein CIPAST-Trainings-Workshop (Citizen Particpation in Science and Technology statt), das nach demokratischen Werkzeugen der Beteiligung von unten Ausschau halten wird. Am 30. August und 1. September öffnet in Paris die Living Knowledge Konferenz ihre Türen, bei der die Teilnehmer herausfinden wollen, welche Rolle die Universitäten in einem effektiveren Wissenstransfer von oben nach unten spielen können.
Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen: Wie können Bürger selber Wissenschaft betreiben und somit die Strukturen von Universitäten und Forschungsbetrieben demokratisieren? Und wie finden sie Glaubwürdigkeit in der Wissenschaftlergemeinde, die darin eine unliebsame Konkurrenz sieht – mit anderen Worten: Wie lassen sich beide Teile, Forschung und Öffentlichkeit, in eine gemeinsame und partnerschaftliche Wissensgesellschaft integrieren? Denn das ist nötig, finanzieren die Bürger und Steuerzahler doch einen großen Teil der Forschungsprojekte; und später müssen sie mit den Ergebnissen aus diesen Forschungen leben bzw. werden zu den Konsumenten der daraus entstehenden technologischen Produkte. Das Ziel von "Living Knowledge" ist eine „Wissenschaft für Alle“ - so wie ja auch der Titel dieses Blogs heißt.
Ein paar Beispiele, wie das funktionieren könnte: Im Herbst fand im Deutschen Museum zu München eine Bürgerkonferenz über Nanotechnologie statt. Die Empfehlung an Politik und Wirtschaft: Produkte, die Nano-Partikel enthalten, sollten entsprechend gekennzeichnet werden. Oder: HIV-Infizierte wollen an der Pharmaforschung mehr beteiligt werden, Frauen und Senioren wollen für ihre speziellen Bedürfnisse freundlichere Autos haben und intervenieren bei den Autobauern.
Was brennt Ihnen auf den Nägeln? Sagen Sie uns weitere Themen für bürger- und menschenfreundliche Wissenschaft und Technologie, die die Konferenzen des Bonner Wissenschaftsladen befruchten könnten!
Die Bonner verstehen sich als „Zentrum bürgernahen Wissenschaftstransfers“und engagieren sich für Projekte wie etwa: bereits Grundschüler sollten naturwissenschaftliches Experimentieren lernen; Anschubhilfen für Umwelttheater-Aktionen; Integegration von Einwanderern durch Anlegen internationaler Gärten, in denen sie ihre eigenen Gemüse anbauen, um so „leichter Wurzeln in der Fremde zu schlagen“.
In diesem Sommer stehen zwei wichtige internationale Konferenzen an, die vom Wissenschaftsladen Bonn organisiert werden und die das Thema Bürgerbeteiligung in der Wissenschaft vertiefen sollen. Vom 17. bis 21. Juni findet in Neapel ein CIPAST-Trainings-Workshop (Citizen Particpation in Science and Technology statt), das nach demokratischen Werkzeugen der Beteiligung von unten Ausschau halten wird. Am 30. August und 1. September öffnet in Paris die Living Knowledge Konferenz ihre Türen, bei der die Teilnehmer herausfinden wollen, welche Rolle die Universitäten in einem effektiveren Wissenstransfer von oben nach unten spielen können.
Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen: Wie können Bürger selber Wissenschaft betreiben und somit die Strukturen von Universitäten und Forschungsbetrieben demokratisieren? Und wie finden sie Glaubwürdigkeit in der Wissenschaftlergemeinde, die darin eine unliebsame Konkurrenz sieht – mit anderen Worten: Wie lassen sich beide Teile, Forschung und Öffentlichkeit, in eine gemeinsame und partnerschaftliche Wissensgesellschaft integrieren? Denn das ist nötig, finanzieren die Bürger und Steuerzahler doch einen großen Teil der Forschungsprojekte; und später müssen sie mit den Ergebnissen aus diesen Forschungen leben bzw. werden zu den Konsumenten der daraus entstehenden technologischen Produkte. Das Ziel von "Living Knowledge" ist eine „Wissenschaft für Alle“ - so wie ja auch der Titel dieses Blogs heißt.
Ein paar Beispiele, wie das funktionieren könnte: Im Herbst fand im Deutschen Museum zu München eine Bürgerkonferenz über Nanotechnologie statt. Die Empfehlung an Politik und Wirtschaft: Produkte, die Nano-Partikel enthalten, sollten entsprechend gekennzeichnet werden. Oder: HIV-Infizierte wollen an der Pharmaforschung mehr beteiligt werden, Frauen und Senioren wollen für ihre speziellen Bedürfnisse freundlichere Autos haben und intervenieren bei den Autobauern.
Was brennt Ihnen auf den Nägeln? Sagen Sie uns weitere Themen für bürger- und menschenfreundliche Wissenschaft und Technologie, die die Konferenzen des Bonner Wissenschaftsladen befruchten könnten!
open-science - 10. Mai, 11:03

