Lasset Eure Körper sprechen!
Wollen Sie mal wieder richtig Spaß haben? Dann schauen Sie sich doch mal die Fotos auf dieser Strecke an! Hier ist Lebenslust pur zu spüren, die auch Sie ganz schnell aktivieren können, wenn Sie im Kreise Ihrer Familie und Freunde, Kollegen und Vereinsmitglieder Ihren Körper einmal zur Übermittlung einer Botschaft einsetzen.

Wir wissen ja, dass unsere sprachlichen Möglichkeiten begrenzt sind, weil sie Kommunikation abstrahiert, also spielen wir etwa Theater oder benutzen die Pantomime, um andere Empfangskanäle in Menschen anzusprechen, die uns miteinander intensiver und tiefer verbinden.

Unlängst war ich zu Gast bei einem Körper-Workshop der Sozial- und Theaterpädagogin Tilly Miller, Professorin an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, welches sie beim Netzwerk Gemeinsinn am Ökologischen Bildungszentrum München veranstaltete. Eine lehrreiche Zusammenfasssung der Veranstaltung „Aufgefangen und verstrickt – Körper- und Skulpturarbeit“ finden Sie auf der Homepage des Netzwerker-Portals - hier nur so viel: Wollen Sie als Schullehrer oder Pädagoge in der Erwachsenenbildung, Seminarveranstalter oder Hochschulllehrer Ihre Gruppe mal so richtig in Fahrt bringen, dann lassen Sie sie Körperskulpturen bauen.

Ein Beispiel: Sie wollen Rückmeldung, ob und wie Ihre Wissenseinheiten ankommen. Der Blick auf das Körperkunstwerk wird Ihnen einen optischen Eindruck vermitteln, wo die Gruppe steht; die gemeinsame Aussprache darüber, was Sie gesehen haben und was die Gruppe darstellen wollte, wird Sie auf ganz neue Weise einander näher bringen und neue Schnittstellen zwischen Köpfen und Bäuchen entdecken lassen.
Die Technik ist ausbaubar. Ein Workshop-Teilnehmer mit viel Moderationserfahrung schlug vor, damit Talkshows und Begegnungen von Politikern und Bürgern ein neues, spannendes Erlebniselement zu geben und damit auch auf eine neue inhaltliche Ebene der Auseinandersetzung zu hieven. Wenn die politischen Repräsentanten und Vertreter des Volkes mal wieder aneinander vorbeireden bzw. Letztere meinen, von Ersteren nicht verstanden zu werden, dann könnte eine Körperskulptur helfen, ihr Anliegen optisch in den Fokus zu rücken. Auch Podiumsdiskussionen, die oft so unendlich trocken und langweilig verlaufen, könnten durch Skulpturelemente frischen Pepp gewinnen.

Last not least, besonders auch in der Kommunikation von Wissenschaft könnte die Körpersprache eine neue Quelle des Verstehens erschließen. Unlängst habe ich in diesem Blog von einem Science Slam in Braunschweig berichtet, der über hundert junge Besucher anzog, was für eine wissenschaftliche Veranstaltung ein absoluter Rekord ist. Wobei man sofort sieht: Es ist nicht die Wissenschaftsfeindlichkeit des Bürgers, sondern die Bürger- und Kommunikationsfeindlichkeit des Wissenschaftlers, der den Austausch zwischen beiden behindert. Warum also nicht weiter in diese Kerbe schlagen und Körperskulpturen aufnehmen, etwa im Chemieunterricht:

Liebe Schüler, dies ist die Strukturformel von Dextrose im Traubenzucker. Baut sie doch bitte einmal als Körperskulptur. Dann, in einem zweiten Bild ahmen wir nach, was passiert, wenn Speichel und Magensäfte auf sie stoßen. Und letztlich, wie daraus ein Stoffwechselprodukt entsteht, das müde Muskeln wieder munter macht.
Hätte ich diese Art von Chemieunterricht genießen dürfen, wäre aus mir mehr geworden, ganz sicher!
Aber es ist ja nie zu spät. Bei meiner nächsten Recherchetour sollte ich das Skulpturen-Tool in meinen Werkzeugkoffer packen. Wenn ich mal wieder nicht kapiere, was die Hochgebildeten mir zu erklären versuchen, dann sag ich. „Meine Damen und Herren, machen Sie doch ganz einfach mal ein Körperbild, vielleicht hilft mir das auf die Sprünge.“ Das könnte diesen Begegnungen die intellektuelle Schwere nehmen und P.M.-Usern und -Lesern zu neuen Erkenntnissen verhelfen.

Wir wissen ja, dass unsere sprachlichen Möglichkeiten begrenzt sind, weil sie Kommunikation abstrahiert, also spielen wir etwa Theater oder benutzen die Pantomime, um andere Empfangskanäle in Menschen anzusprechen, die uns miteinander intensiver und tiefer verbinden.

Unlängst war ich zu Gast bei einem Körper-Workshop der Sozial- und Theaterpädagogin Tilly Miller, Professorin an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, welches sie beim Netzwerk Gemeinsinn am Ökologischen Bildungszentrum München veranstaltete. Eine lehrreiche Zusammenfasssung der Veranstaltung „Aufgefangen und verstrickt – Körper- und Skulpturarbeit“ finden Sie auf der Homepage des Netzwerker-Portals - hier nur so viel: Wollen Sie als Schullehrer oder Pädagoge in der Erwachsenenbildung, Seminarveranstalter oder Hochschulllehrer Ihre Gruppe mal so richtig in Fahrt bringen, dann lassen Sie sie Körperskulpturen bauen.

Ein Beispiel: Sie wollen Rückmeldung, ob und wie Ihre Wissenseinheiten ankommen. Der Blick auf das Körperkunstwerk wird Ihnen einen optischen Eindruck vermitteln, wo die Gruppe steht; die gemeinsame Aussprache darüber, was Sie gesehen haben und was die Gruppe darstellen wollte, wird Sie auf ganz neue Weise einander näher bringen und neue Schnittstellen zwischen Köpfen und Bäuchen entdecken lassen.
Die Technik ist ausbaubar. Ein Workshop-Teilnehmer mit viel Moderationserfahrung schlug vor, damit Talkshows und Begegnungen von Politikern und Bürgern ein neues, spannendes Erlebniselement zu geben und damit auch auf eine neue inhaltliche Ebene der Auseinandersetzung zu hieven. Wenn die politischen Repräsentanten und Vertreter des Volkes mal wieder aneinander vorbeireden bzw. Letztere meinen, von Ersteren nicht verstanden zu werden, dann könnte eine Körperskulptur helfen, ihr Anliegen optisch in den Fokus zu rücken. Auch Podiumsdiskussionen, die oft so unendlich trocken und langweilig verlaufen, könnten durch Skulpturelemente frischen Pepp gewinnen.

Last not least, besonders auch in der Kommunikation von Wissenschaft könnte die Körpersprache eine neue Quelle des Verstehens erschließen. Unlängst habe ich in diesem Blog von einem Science Slam in Braunschweig berichtet, der über hundert junge Besucher anzog, was für eine wissenschaftliche Veranstaltung ein absoluter Rekord ist. Wobei man sofort sieht: Es ist nicht die Wissenschaftsfeindlichkeit des Bürgers, sondern die Bürger- und Kommunikationsfeindlichkeit des Wissenschaftlers, der den Austausch zwischen beiden behindert. Warum also nicht weiter in diese Kerbe schlagen und Körperskulpturen aufnehmen, etwa im Chemieunterricht:

Liebe Schüler, dies ist die Strukturformel von Dextrose im Traubenzucker. Baut sie doch bitte einmal als Körperskulptur. Dann, in einem zweiten Bild ahmen wir nach, was passiert, wenn Speichel und Magensäfte auf sie stoßen. Und letztlich, wie daraus ein Stoffwechselprodukt entsteht, das müde Muskeln wieder munter macht.
Hätte ich diese Art von Chemieunterricht genießen dürfen, wäre aus mir mehr geworden, ganz sicher!
Aber es ist ja nie zu spät. Bei meiner nächsten Recherchetour sollte ich das Skulpturen-Tool in meinen Werkzeugkoffer packen. Wenn ich mal wieder nicht kapiere, was die Hochgebildeten mir zu erklären versuchen, dann sag ich. „Meine Damen und Herren, machen Sie doch ganz einfach mal ein Körperbild, vielleicht hilft mir das auf die Sprünge.“ Das könnte diesen Begegnungen die intellektuelle Schwere nehmen und P.M.-Usern und -Lesern zu neuen Erkenntnissen verhelfen.
open-science - 26. Jun, 17:32

