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Die Angst-Regisseurin

Vera Besl haucht dem Theaterspiel neues Leben ein. Die ehemalige Werbefrau machte sich vor 23 Jahren nach der Geburt ihrer Tochter auf den Weg, den Menschen besser kennenzulernen. Sie absolvierte sechs verschiedene Ausbildungen, darunter als Psychotherapeutin, Gesundheitsbildnerin und Entspannungspädagogin.


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Mit ihren Tätigkeiten als Dozentin an Familienbildungsstätten, Coach von Selbsthilfegruppen und Schauspielerin drang sie immer zum Kern des Menschseins vor und entdeckte: Alle Menschen haben große Sehnsüchte und geheime Wünsche, die aber von ihren Hemmungen und Ängsten mehr oder weniger unter Verschluss gehalten werden. Gleichzeitig vermag jeder sogenannte Durchschnittsmensch mit seinem Geist und Körper eine enorme Kreativität zu entfalten, die der eines Profi-Künstlers um nichts nachsteht.

Dieses Potenzial nutzt Besl, indem sie diese Menschen dazu motiviert, ihre Geschichten in Form von Szenen und Sketchen, Musikstücken und Tänzen auf die Bühne zu bringen. Ihr Theatertrupp “Lampenfieber” gab sein Debut bei der Münchner Angsthilfe und Angstselbsthilfe MASH im Sommer 2006 mit der Welturaufführung des Stücks “Die Angst spielen – Spielen mit der Angst”.


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„Lampenfieber“ trat unlängst mit dem Stück „Leben unplugged – eine Szenencollage“ erneut ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. In 16 Akten stellten die fünf Darsteller alles das dar, worüber man normalerweise nicht spricht: nicht nur Ängste, sondern auch Depressionen und Zwänge, angemischt mit kabarettistischen Einlagen, mitreißender Musik und knisternder Erotik. Diese Art von Theater, offen für alle Laien, wirkt therapeutisch, auf Spieler – wie auch Zuschauer: Die entdecken sich in vielen Szenen wieder und fassen Mut, beim nächten Anlass auch die eigenen Fesseln mal zu sprengen.


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Jetzt übt „Lampenfieber“ für den nächsten großen Auftritt. Im Juli zum 850. Geburtstag der Isar-Metropole soll den Bürgern etwas Besonderes geboten werden – eine weißblaue Woody-Allen-Show im bayerischen Lokalkolorit?

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