ScienceDebate2008: Reden Sie mit bei den US-Wahlen!
Sechs US-Bürger stutzten: Wenn Wissenschaft und Technologie der Motor moderner Gesellschaften sind, warum hört man über sie so wenig im Präsidentschaftswahlkampf? Sie gründeten die Plattform ScienceDebate2008, die eine Debatte der Bewerber um das Weiße Haus verlangt und fanden dafür 38 000 Unterstützer in der wissenschaftlichen Gemeinde.

Alles was hier Rang und Namen hat, sprach sich dafür aus. Zwar ist es der Bewegung bisher nicht gelungen, die beiden Kontrahenten Barack Obama und John McCain zu einem rhetorischen Duell über Kernfragen der Wissenschaft zusammenzubringen. Dafür aber brachte sie eine öffentliche Diskussion über dieses Thema ins Rollen, aus der 14 Fragen destilliert wurden, die der demokratische und republikanische Spitzenkandidat beantworteten.

Jetzt stehen sie online und sind für jeden Menschen nicht nur lesbar, sondern man kann sie auch kommentieren und ein Urteil über die wissenschaftliche Kompetenz der Kandidaten abgeben. Diese Stellungnahmen fließen zurück in die Öffentlichkeit und die Medien und werden wiederum Einfluss auf die Präsidentschaftsbewerber und deren Wahlkampf nehmen sowie auf die US-amerikanische Wissenschaftspolitik der nächsten vier Jahre und, last not least, auf die Diskussion in Europa und Deutschland. Die ScienceDebate ist für Sie eine einzigartige Möglichkeit, in den US-Wahlkampf einzugreifen, globale Wissenschaftspolitik mitzuformulieren und darüber hinaus ein Mittel der Beteiligung, das bei den nächsten Wahlen in Deutschland eingerichtet werden sollte, um die großen Wissenschaftskontroversen in die Öffentlichkeit zu bringen.

Es wäre eine naive Illusion anzunehmen, dass Wissenschaft neutral sei, sondern sie hat auch immer eine politische Dimension, die besonders unter Präsident George W. Bush zutage trat. Seine Administration behandelte die Wissenschaft nicht nur wie ein Waisenkind, sondern es wurden auch etliche Versuche ruchbar, sie von höchster Stelle aus zu manipulieren, etwa in der Form, dass Mitarbeiter des Weißen Hauses den Klimareport entschärften, siehe dazu auch den Beitrag auf diesem Blog „Wenn Glaube Wissen ersetzt“.
Die Antworten der beiden US-Politiker, von denen einer am 5. November der mächtigste Mensch der Welt sein wird, sind über weite Strecken nicht besonders präzise. Auffällig ist, wie energisch sich Obama für eine Verbesserung der Bildung an den Schulen einsetzt und wie stark er auf grüne Technologien setzt. McCain dagegen vertritt bekannte konservative Positionen, zum Beispiel den Bau von 45 neuen Atommeilern bis 2030, aber die US-Autoindustrie will er mit empfindlichen Strafgeldern belegen, wenn sie nicht umweltfreundlichere Kraftwagen baut. Erstaunlich: Eine kompromisslose Haltung nimmt Obama bei Stammzellen ein: Die Forschung sollte stark ausgebaut werden und auch Embryonen einbeziehen. McCain dagegen setzt sich vehement für die Raumfahrt ein, die er einer neuen Blüte entgegenführen möchte. Über die Wasserproblematik, von der besonders der amerikanische Westen betroffen ist, darüber hinaus weite Teile der Welt, schweigen sich beide mit vielen Worten beredt aus.

Clicken Sie sich ein bei der Science Debate, lesen Sie selbst die Antworten der Kandidaten (Obama blau, McCain rot), kommentieren und bewerten Sie - Modell AUCH für die Bundestagswahlen 2009? Posten Sie ihre Meinung!

Alles was hier Rang und Namen hat, sprach sich dafür aus. Zwar ist es der Bewegung bisher nicht gelungen, die beiden Kontrahenten Barack Obama und John McCain zu einem rhetorischen Duell über Kernfragen der Wissenschaft zusammenzubringen. Dafür aber brachte sie eine öffentliche Diskussion über dieses Thema ins Rollen, aus der 14 Fragen destilliert wurden, die der demokratische und republikanische Spitzenkandidat beantworteten.

Jetzt stehen sie online und sind für jeden Menschen nicht nur lesbar, sondern man kann sie auch kommentieren und ein Urteil über die wissenschaftliche Kompetenz der Kandidaten abgeben. Diese Stellungnahmen fließen zurück in die Öffentlichkeit und die Medien und werden wiederum Einfluss auf die Präsidentschaftsbewerber und deren Wahlkampf nehmen sowie auf die US-amerikanische Wissenschaftspolitik der nächsten vier Jahre und, last not least, auf die Diskussion in Europa und Deutschland. Die ScienceDebate ist für Sie eine einzigartige Möglichkeit, in den US-Wahlkampf einzugreifen, globale Wissenschaftspolitik mitzuformulieren und darüber hinaus ein Mittel der Beteiligung, das bei den nächsten Wahlen in Deutschland eingerichtet werden sollte, um die großen Wissenschaftskontroversen in die Öffentlichkeit zu bringen.

Es wäre eine naive Illusion anzunehmen, dass Wissenschaft neutral sei, sondern sie hat auch immer eine politische Dimension, die besonders unter Präsident George W. Bush zutage trat. Seine Administration behandelte die Wissenschaft nicht nur wie ein Waisenkind, sondern es wurden auch etliche Versuche ruchbar, sie von höchster Stelle aus zu manipulieren, etwa in der Form, dass Mitarbeiter des Weißen Hauses den Klimareport entschärften, siehe dazu auch den Beitrag auf diesem Blog „Wenn Glaube Wissen ersetzt“.
Die Antworten der beiden US-Politiker, von denen einer am 5. November der mächtigste Mensch der Welt sein wird, sind über weite Strecken nicht besonders präzise. Auffällig ist, wie energisch sich Obama für eine Verbesserung der Bildung an den Schulen einsetzt und wie stark er auf grüne Technologien setzt. McCain dagegen vertritt bekannte konservative Positionen, zum Beispiel den Bau von 45 neuen Atommeilern bis 2030, aber die US-Autoindustrie will er mit empfindlichen Strafgeldern belegen, wenn sie nicht umweltfreundlichere Kraftwagen baut. Erstaunlich: Eine kompromisslose Haltung nimmt Obama bei Stammzellen ein: Die Forschung sollte stark ausgebaut werden und auch Embryonen einbeziehen. McCain dagegen setzt sich vehement für die Raumfahrt ein, die er einer neuen Blüte entgegenführen möchte. Über die Wasserproblematik, von der besonders der amerikanische Westen betroffen ist, darüber hinaus weite Teile der Welt, schweigen sich beide mit vielen Worten beredt aus.

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open-science - 26. Sep, 14:03


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