Ein Weblog von



Redakteur Wolfgang Goede

Aktuelle Beiträge

SPAM Eintrag
Marc Server alles klar so ein Name ist doch ein SPAM...
Marc Server - 29. Apr, 16:16
Premiere: Professionelle...
Der designte Mensch: Eine soziometrische Aufstellung: http://www.ne tzwerk-gemeinsinn.net/cont ent/view/681/218/
Wolfgang - 15. Feb, 18:46
Internet = Leben 2.0
Ja, so sehe ich das. Das Internet ist das Leben 2.0....
Server - 15. Feb, 09:03
Habe auch aufgehört
Ich habe es auch aufgegeben und bin sehr zufrieden...
Marc Server - 31. Jan, 22:05
Aber auch im Büro
Hallo, auch bei uns im Büro ist es seit Jahren...
Carola Geissen - 6. Dez, 12:46

Open Science (alt)

Einführende Artikel im Forum von P.M. Online hier >>

RSS-Feed

Bleiben Sie auf dem Laufenden!
xml version of this page

Suche

 

Archiv

März 2009
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 7 
 8 
 9 
10
11
13
14
15
16
17
18
19
21
22
23
24
25
26
28
29
30
31
 
 
 
 
 
 

Eins, zwei, drei – 1000 Zukunftswerkstätten!

Immer noch ein großes Vorbild in unserer Branche und für uns alle ist der geniale Robert Jungk. Er war ein ebenso neugieriger wie unerschrockener Wissenschaftsjournalist und ein kreativer Visionär in einem. Als Methode zum Gestalten der Zukunft entwickelte er die Zukunftswerkstatt. Sie wird mit beeindruckendem Erfolg auf der ganzen Welt praktiziert. Sein Erbe wird hier in Deutschland, wenn man so will, von den beiden Kölnern Petra Eickhoff und Stephan G. Geffers mitverwaltet (auf dem Foto links vorne und rechts außen in der Mitte). Hier beschreiben sie, wie eine Zukunftswerkstatt funktioniert, was ihr aktueller Zustand ist und was dieses soziale Werkzeug leisten könnte, um Wege aus unserer derzeitigen Geld-, Wirtschafts- und geistigen Krise zu finden.

-Jahrestreffen-ZW2008-Kopie

Unsere Organisation in der Krise. Angst. Wie den Umgang gestalten, wenn alle durchdrehen? So das Thema einer kürzlich durchgeführten Zukunftswerkstatt.

In Zukunftswerkstätten werden Themen bearbeitet, die nach neuen Lösungen, nach dem Verlassen alter Gewohnheiten und Strukturen, nach Veränderung förmlich schreien. In einem genialen Dreischritt mitreißender Beteiligung Kritik – Vision – Realisierung bearbeiten die Teilnehmenden einer Zukunftswerkstatt – 10 bis 150 – ihre brennenden Fragestellungen und führen diese zu Veränderungsschritten, die sie noch in der Zukunftswerkstatt mit Plänen und verbindlichen Verabredungen beginnen.

Gerade wenn es um große oder offene Organisationen und Netzwerke geht, sind es häufig die Kommunikationswege, die stocken. Abgrenzung, Konkurrenz, Vorurteile, Schweigen, undurchsichtige Entscheidungen bringen Organisationen leicht in eine Schieflage.

Die Zukunftswerkstatt steht auf zwei Säulen: ihrem Internet-Portal und ihrem jährlichen Perspektivtreffen. Letztere sind geöffnet auch für Interessierte, die die Zukunftswerkstatt erst noch kennen lernen wollen: Durch diese Öffnung wollen wir aus dem Zukunftsforscher-„Turm“ heraustreten und in die Öffentlichkeit gehen.

Bei den Treffen der letzten Jahre wurden die Tagungsorte und deren Geschichte mit in die Veranstaltung einbezogen: beispielsweise in Duisburg der Landschaftspark Nord, in Bitterfeld der radikale Strukturwandel der Region, in Wien das Grätzel-(Quartiers)-Management, mit anderen Worten: Es wurden vor Ort neue Betätigungsfelder für Zukunftswerkstätten eröffnet.

Sämtliche Ergebnisse werden auf der Website öffentlich gemacht: Hier kommen Besucher mit fast jedem gesellschaftlich diskutierten Zukunftsthema in Kontakt.

Jahrestreffen-ZW2006-Kartenfluss-Kopie

In ihrer Vielfalt stehen unterschiedliche Zukunftswerkstatt-Erfahrungen gleichberechtigt nebeneinander auf der Website (Methoden-Dschungel). Moderatorinnen und Moderatoren stellen sich pointiert gemeinsam vor (Kurzportraits, Moderatoren-Landkarte): Das soll die Zukunftswerkstatt greifbar machen. Hier findet man unter anderem auch über hundert Zitate von Robert Jungk und vielen anderen Aktiven. Sie sind eine wichtige Grundlage zum Thema Zukunft und sorgen für kulturelle Breite.

Die Zukunftswerkstatt ist ein Netzwerk, das sich ständig erneuert und sich neu verzweigt. Das setzt neue Energien frei. Laut Professor Ralf Reichwald, Ökonom an der TU München, und ausgewiesener Spezialist für Netzwerke zeichnen sich diese Organisationen durch Folgendes aus: turbulente Dynamik, flexible und agile Zusammenarbeit, Ansiedeln von Fähigkeit und Verantwortung auf niedrigstmöglicher Systemebene, hohe Selbststeuerung mit wenigen Regeln. Dies trifft auch auf das ZWnetz.de zu.

Folgende Spielregeln gelten im Netzwerk von Zukunftswerkstätten: Offenheit und Mitgestaltung. Jeder kann vorbehaltlos Inhalte im thematischen Umfeld von Zukunftswerkstatt, Partizipation und Beteiligung einbringen. Vielfalt ist gefragt – nicht eine Definition, sondern 100 unterschiedliche und widerstreitende, die Selbstbestimmung der Nutzer fördernde Definitionen. Das virtuelle Netzwerk begreifen wir als Medium, um das persönliche Netzwerk zu fördern. Das Jahrestreffen ist und bleibt das wichtigste und einzige Eintrittskriterium in die Vernetzung.

Jahrestreffen-ZW2007-Kopie

Ziele des Netzwerkes sind es, Menschen und Themen zu vernetzen, Begegnungen und Arbeit öffentlich zu machen, Methode und Moderatoren kennen zu lernen, neue Handlungsfelder zu erschließen. Wie sich in Stadtplanung oder Schulentwicklung mit Zukunftswerkstätten arbeiten lässt, in Unternehmen und Organisationen, in Teams und Bürgerinitiativen, das wird auf mehr als 260 Einzelseiten dieses Portals beleuchtet.

„Erfindet neue Institutionen, die es den Bürgern endlich möglich machen, mitzudenken, mitzureden, mitzugestalten. Schafft auf allen Ebenen in den Gemeinden, in den Ländern, in der Republik, Gelegenheiten zu ständiger direkter Beteiligung des Volkes: Tausend Foren und Werkstätten, in denen Kritik geübt und Vorschläge gemacht werden können.“*


Dieser Idee von Robert Jungk fühlen sich mehr als 100 Moderatorinnen und Moderatoren in vielen Ländern verpflichtet. Die auf Jungks Wirken zurückgehenden Zukunftswerkstätten können gerade in Zeiten von Krise und Rezession mit Beteiligung und Teilhabe der unmittelbar betroffenen Menschen ungeahnte Potenziale wecken.

Robert-Jung-Tagung Tatort Zukunft: klären, stärken, handeln

Robert Jungk Bibliothek für Zukunftsfragen
in Salzburg - besonders empfehlenswert: deren Zeitschrift „Pro Zukunft“ mit der neuesten Zukunftsliteratur

*) Robert Jungk: Die Analphabetendemokratie. In: Wählen – aber wie? Schriftsteller über Deutschland vor der Wahl. Hrsg. v. D. Güll. Hamburg: Gruner und Jahr, 1986, S. 59 f.

Jahrestreffen-ZW2006-Plakat-Kopie

Trackback URL:
http://blogs.pm-magazin.de/openscience/stories/37090/modTrackback


logo

Wissenschaft für alle!

P.M. Menü

Neues von Außen

F-22 und F-35: Pannenflieger des Pentagon
Die Kampfjets der nächsten Generation drohen zur...
16. Mai, 19:18
Schwächen des Homo sapiens: Wie die Evolution den Menschen...
Mit seinen Vorfahren aus der Steinzeit hat der Mensch...
16. Mai, 17:52
Projekt "Spice": Briten bestellen Klimaklempner wieder ab
Ein Heliumballon, der Wasser in der Atmosphäre...
16. Mai, 17:14
Nerven neu verbunden: OP gibt Gelähmtem Kontrolle über...
In den Armen eines Querschnittsgelähmten haben...
16. Mai, 16:14

Profil
Abmelden
Weblog abonnieren