Ein Weblog von



Redakteur Wolfgang Goede

Aktuelle Beiträge

Habe auch aufgehört
Ich habe es auch aufgegeben und bin sehr zufrieden...
Marc Server - 31. Jan, 22:05
Aber auch im Büro
Hallo, auch bei uns im Büro ist es seit Jahren...
Carola Geissen - 6. Dez, 12:46
Interessanter Einwand....
Interessanter Einwand. Ich habe das Schloss auch immer...
Max - 24. Nov, 19:22
Atomenergie
... danke Hajo, gute Punkte! Ich hatte dabei hauptsächlich...
Wolfgang Goede - 11. Nov, 13:44
Zitat aus dem ersten...
Zitat aus dem ersten Absatz: "Wenn das Thema vorher...
Hanns-J. Neubert - 11. Nov, 13:33

Open Science (alt)

Einführende Artikel im Forum von P.M. Online hier >>

RSS-Feed

Bleiben Sie auf dem Laufenden!
xml version of this page

Suche

 

Archiv

Juli 2010
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
10
11
12
13
14
16
17
18
19
20
21
22
24
25
26
27
28
29
31
 
 

Dichten durch Schwärzen

Kennen Sie auch Schreibblockaden? Fixiert Sie die weiße Textvorlage im Rechner oder das Blatt Papier so wie das eckig erstarrte Auge des Teufels? Dann kann Ihnen jetzt geholfen werden. Versuchen Sie es doch mal mit „Blackout-Poetry“. Reißen Sie sich eine beliebige Seite aus einer Tageszeitung oder einem Werbeblatt heraus, nehmen Sie einen dicken schwarzen Stift und beginnen Sie zu schwärzen. Richtig, einfach Textpassagen abdecken und die Sätze übriglassen, die für Sie Sinn ergeben. Mit dieser Technik werden Sie zum Gestalter einer höchst originellen Geschichte, die zwar auf zuvor Erdachtes zurückgreift, im Wesen aber ein Unikat ist.

51SRxEnUfdL-_SL500_AA300_

Der Erfinder ist der heute 27-jährige Austin Kleon. Der US-Amerikaner wollte Schriftsteller werden und hatte an Schreibseminaren teilgenommen. Am Ende scheiterte er allerdings an seiner Blockade. Doch der Kreativling, eher ein Zeichner als Texter, verfiel auf den umgekehrten Weg: Schreiben durch Auslöschen. Unlängst erschien seine Zeitungslyrik in einem Druckwerk im Harper Perennial Verlag, ein Durchbruch für ihn und seine neue Schreib- oder besser: Schwärzkunst.

„Austin ist der erste Schriftsteller mit eigenem Gedichtband, ohne dass auch nur ein einziges Wort davon aus seiner eigenen Feder stammt“, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“. Als Grundlage benutzt er meistens die New York Times, entweder die Printausgabe oder sogar deren elektronische Ausgabe, die er auf dem iPad grafisch bearbeitet. Was nach seinen Schwärzungen davon übrig bleibt, reicht von Alltagsdrama, über gehässige gesellschaftliche Einlassungen bis zu flotten Sprüchen für Werbung und NGOs.

„Kreativität ist Collage“, verkündet der Erfinder der Backout-Poetry. Dazu bedarf es zwei oder drei bestehender Ideen, die zu einer neuen verschmolzen werden. Mit dieser schlichten Beschreibung trifft Kleon ins Schwarze. Ähnlich haben sich Kunst und Technik evoluzioniert. In einigen sehr strengen Augen ist ein solches Ideen-Gemenge anrüchig. Plagiat!, schallt es aus dieser Ecke. Frage: Wo verläuft die Grenze zwischen Erfindung und Nachahmung – was ist wirklich neu und originell?

Name

Url

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:

 

logo

Wissenschaft für alle!

P.M. Menü

Neues von Außen

Satellitenbild der Woche: Europa, eisgekühlt
Frostig blau erscheint Europa auf einer von der...
11. Feb, 09:58
Gestrandeter Pottwal: Aus Moby Dick soll Diesel werden
25 Tonnen Gewicht, die Hälfte davon Fett: Ein...
10. Feb, 16:13
Vermeintliche Spuren am Meeresgrund: US-Behörde radiert...
Viele Nutzer von Google Earth staunten: Am Meeresgrund...
10. Feb, 14:41
Vogelkrankheit: Gefährliche Bakterien verändern sich...
Lange befielen die Bakterien nur Geflügel, dann...
10. Feb, 12:29

Profil
Abmelden
Weblog abonnieren