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Worüber staunen Sie?

Guten Tag. Ich darf Sie zu meinem Blog begrüssen. Eigentlich sollte hier eine klare Ansage kommen. Das "Thema" dieses Blogs. Damit Sie wissen, was Sie an dieser Stelle erwartet. Etwa von der Art: "Liebe Leser, hier schreibe ich ab sofort über meinen Hund". Oder, sagen wir, über die Mysterien der Quantenphysik. Oder über mein aufregendes Leben als PM-Chefredakteur. Damit wüssten Sie, woran Sie sind.
Lassen Sie mich stattdessen mit einer Frage beginnen: Worüber staunen eigentlich Sie? Über die Sterne am Himmel? Über die Pyramiden von Gizeh? Über das Wunder unserer Existenz? Ich persönlich staune über alle möglichen Phänomene meines Daseins. Über die Zeit und das Nichts, über Primzahlen und die Schönheit der Natur. Ich staune über meinen Hund, über die Quantenphysik und gelegentlich auch über mein Leben als PM-Chefredakteur.
Vielleicht ahnen Sie jetzt, worum es mir hier geht. Es geht um das Staunen. In der überaus staunenswerten Online-Enzyklopädie Wikipedia lesen wir dazu, es handle sich dabei um einen "emotionalen Zustand als Reaktion auf das Erleben von etwas Unerwartetem, das nicht den bekannten Denkmustern entspricht."Weniger bürokratisch gesagt: Das Staunen rührt uns an. Es raubt uns die Fassung. Es weckt Ehrfurcht und Bewunderung. Es wirft uns gleichsam aus der Bahn. Für die alten Griechen war es der Anfang aller Wissenschaft, aller Philosophie.
Keiner von uns staunt morgens gleich mal seine Bettdecke an. Staunen macht uns nur das Außerordentliche. Das Unerwartete. Das Rätselhafte. Staunen macht uns nur, was wir uns nicht gleich erklären können. Nicht das Überraschende oder Spektakuläre an sich ist auch schon staunenswert. Manche spektakuläre Dummheit (inklusive meine eigene) erstaunt mich zwar. Doch staunen kann ich darüber nicht. (Mein Freund, der Sprachbloggeur könnte zum semantischen Unterschied zwischen Erstaunen und Staunen wahrscheinlich ca. 200 KB Text produzieren!)
Das wahre Staunen ist ein Anfang. Eine Art qualifiziertes Nichtwissen: Es führt uns zu Fragen, bringt uns zum Denken. Wer ein echter Dummkopf ist, kann deshalb schlecht staunen – er glaubt ja schon alles zu wissen. Mein eigenes Staunen geht im Grunde schon beim Staunen selber los. Wenn ich ans Staunen denke, komme ich aus dem Staunen sozusagen gar nicht mehr heraus.
Ich will mich in diesem Blog also mit staunenswerten Dingen und Phänomenen aller Art beschäftigen. Mit kleinen und großen Dingen. Oft führen die kleinen Dinge ja zu großen Fragen. Und die großen Fragen zu kleinen Dingen. Vielleicht kann ich Sie gelegentlich zum Staunen anregen. Zugleich wünsche ich mir, dass auch Sie mich zum Staunen bringen. Geredet und gebloggt wird ja viel. Gestaunt wird viel zu selten.
Monika - 17. Mai, 10:41

Ich staune auch jeden Tag auf's Neue

... über mich, über meine Mitmenschen, über die Liebe, über das Leben an sich.
Freu mich auf viele staunenswerte Beiträge und melde mich wieder , sobald mir wieder mal etwas Staunenswertes den Atem geraubt hat.

Johannes - 17. Mai, 18:00

Die einfachen Dinge

Das ist wohl wahr; gestaunt wird viel zu wenig. Das fängt schon bei den ganz kleinen an.
Meine Tochter ist mittlerweile 5 Monate alt. Es ist überaus faszinierend sie wachsen zu sehen.
Kleine Kinder sehen die Welt in einer Weise, in der wir Lage schon lange nicht mehr in der Lage sind. Ich sehe es leider sehr oft, dass sie nicht mal mehr die Zeit haben, einen Baum anzufassen oder einen Käfer zu beobachten- Dinge, die uns vielleicht als unwichtig erscheinen aber für sie einfach unfassbar sind. Bewußt die Natur und die einfachen Dinge wahrnehmen, Kinder machen es uns vor.

Jakob - 19. Mai, 09:52

Wer darf? Wer soll?

Wenn Staunen die Fremdbeobachtung des Wissenschaftssystem und Forschen Selbstbeobachtung ist, stellt sich die Frage, was Wissenschaftsjournalisten tun. Sollen Journalisten staunen, die Leser – oder gar die Wissenschaftler?

The Clockwork - 21. Mai, 17:10

Ist es Stauen wenn einen alles erstaunt?

Ich sehe in der Bahn jemanden, der mit einem MP3 Player Musik hört. Er hält das Gerät so als wenn es ein Stein wäre, etwas das einfach da ist, woher er kommt weiß keiner und will keiner wissen.
Ich selbst halte mein Gerät in der Hand. Vorher habe ich ihn aufgebaut und alle möglichen Daten ermittelt. Es erstaunt mich wie klein der Chip ist und wie winzig die Transistoren sind, wie klein aber leistungsfähig im Vergleich zum ersten Computer.
Nach einer Weile erstaunt es mich nicht mehr so wirklich. Anschließend aber sofort etwas Neues. Denn ich denke darüber nach, wer den Chip konstruiert hat- Wie weit der Mensch ist, welche Intelligenz vorhanden sein muss, um etwas solches zu erfinden. Bei den Gedankengang komme ich in der Vergangenheit an, bei den Mensche, die als erstes den Computer und deren Technik erfunden haben. Es erstaunt mich wieder die Intelligenz, die nötig ist, und die die sogar vorhanden ist. Der Mensch ist ein phantastisches Gebilde. Ohne Pause erstaunt mich der Mensch und vor allem sein Gehirn. Als ich aufgehört habe über diese Genialität nachzudenken, konzentriere ich mich auf die Musik, die das Gerät wiedergibt. Sie erstaunt mich auf - Poor Man´s Whiskeys Musik läuft gerade.
Die Kreativität der Musiker erstaunt mich und die die Perfektion in der sie ihre Instrumente beherrschen. Wieder ist es der Mensch der mich erstaunt. Sowie die Tatsache, dass es ständig neue Musik gibt, obwohl ich längst damit gerechnet habe, das die ganze Materie der Kreativität ausgesaugt wurde - es also nichts neues mehr geben kann. Aber spätestens seit Joe Romersa weiß ich, dass es immer etwas neues geben wird.
Wo ich bei diesem Denken angekommen bin, erstaunt mich etwas, was eine melancholische Stimmung auslöst - die Dummheit der Menschen. Ein krasser Gegensatz zur Intelligenz.

Um diesen 1,76 KB langen Text kurz zu fassen:
Mich erstaunt zwar nichts wirklich, dass schon vorher da Gewesen ist, zur Natur gehört, aber alles was der Mensch geschaffen hat und auch der Mensch an sich erstaunt mich.
(Wie oft habe ich eigentlich das Wort "erstaunt bereits verwendet? ^^)

Elli - 2. Jun, 01:57

STAUNEN

Es geht ums Staunen und mir fällt dazu soviel ein, dass ich nicht auf Anhieb weiß, wie ich es niederschreiben soll. Es erstaunen mich die Fortschritte, die die Menschen in kürzester Zeit schafften. Soviel Neues strömt auf die Menschheit ein, dass wir schon längst den Überblick verloren haben. Mich erstaunt es, wie schritt für schritt verdammt viele Menschen in all den Ländern versuchen den Menschen durch Technik zu ersetzen. Den Menschen durch Computer perfekt zu machen. Bald fahren die Autos allein, an den Kassen im Kaufhaus werden die Körbe nur noch durch einen Scanner gefahren und die Wahre an einer Maschine bezahlt, in großen Firmen haben Maschinen seit einigen Jahren schon so viele Menschen ersetzt, dass man sich doch gar nicht wundern muss warum die Arbeitslosigkeit steigt. Die Menschen werden sich eines Tages mit ihren Erfindungen selbst zerstören! Ich staune jede Woche aufs Neue, was viele Leute so entwickeln um „das Leben leichter zu machen“. Aber wenn man überlegt, das man zum Beispiel irgendwann anhand eigener Gehirnströme den PC bedienen kann oder per Ansage ein Auto fährt oder oder oder, dann werden die Menschen sich überhaupt nicht mehr bewegen und soziale Kontakte pflegen. Die Menschheit wird an sich selbst zugrunde gehen und davon bin ich überzeugt. Es ist nur eine Frage der Zeit!!!

Stefanie Steffens - 23. Jun, 22:29

Alles Wunder, oder nichts??

Man tut es, wenn man am Kölner Dom hinausblickt, man tut es, wenn Golfballgroße Hagelkörner vom Himmel fallen, man tut es fast alltäglich habe ich gemerkt, doch eigentlich ehrer unterbewusst: das Staunen. ich denke, es gibt 2 Arten von "staunen", die bewusste mit dem "OOOh" und "AAAH"- Effekt und die unterbewusste, wo wir uns nur "wow" denken. Eigentlich kein Unterschied?? Oh DOCH!!!
Zuerstmal zur bewussten Art von Staunen, wo ich gerne mal ein Beispiel nennen würde: Wir sitzen in Matheunterricht und vor dem Fenster zieht eine riesige dunkle Wolkenfront auf. Es wird draußen stockduster. Nun bereits drücken die ersten Schüler ihre Nasen gegen die Fensterscheiben. Als es daraufhin zu gewittern anfängt stehen nun 30 Schüler und ein Lehrer vor den Fenstern und beobachten das Naturschauspiel. Man hört währenddessen so Kommentare wie: " Ich glaub' die Welt geht gleich unter!" oder "Ohh, mensch Da draußen will ich jetzt nicht stehen". Alle Personen sind in ihren Staunen gefangen und geben sich keine Mühe es zu verbergen.
Nun zur Unterbewussten Art des Staunens: Wenn man in der Fußgängerzone spazieren geht, trifft man oft auf Musikanten oder auf andere Künstler. Oft bewundert man auch ihre Werke, z.B. ein schönes Musikstück. Man ruft zwar nicht nicht gleich "wow, was für ein Talent" , aber man staunt schon insgeheim.
Dies' sind die 2 arten des Staunens nach meiner Sicht und ich hoffe, Sie geben mir da recht! ich würde mich gerne über Antworten freuen.

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