Phoenix mit Aussicht
Endlich ist mal wieder Menschenwerk auf dem Mars gelandet – ohne Probleme, fast reibungslos. Der "Phoenix Lander" der NASA soll auf dem Roten Planeten nach Wasser suchen und allerlei andere wissenschaftliche Fragen lösen. Das aktuelle Selbstbildnis der Sonde stimmt mich allerdings nachdenklich, ja melancholisch. Da steht dieses hübsche Hightech-Ding wie gestrandet in einer end- und trostlosen Steinwüste, viele Millionen Kilometer von der Heimat entfernt, und gräbt mit seinem Roboterarm nach Spuren von Leben. Ein einsames Symbol für die Vergeblichkeit unseres Erkenntniswillens? Oder ein Triumph der modernen Wissenschaft? Zumindest das vielleicht einzige Leben, das es auf dem Mars gibt – ein Exportprodukt des Planeten Erde. Ich finde, schon deshalb war es die Reise wert.vasek - 27. Mai, 12:47

