Affe denkt, Hirn lenkt
Seit Jahren beobachte ich die Fortschritte auf dem Gebiet der sogenannten Brain-Machine-Interfaces (Hirn-Maschinen-Schnittstellen). Immer präziser gelingt es Forschern, Hirnsignale zur Steuerung von Computern oder Robotern einzusetzen. So lernten etwa vollständig gelähmte Patienten, allein durch ihre Gedankenkraft einen Computercursor auf einem Bildschirm zu bewegen. Ein neues Experiment , durchgeführt von Forschern der Universität Pittsburgh und der Carnegie Mellon University, geht nun einen großen Schritt weiter: Affen lernten, über einen "gedankengesteuerten" Roboter-Arm sogar mit Gegenständen zu interagieren.
Ich finde diese Fortschritte faszinierend – und gespenstisch zugleich. Werden wir in ein paar Jahren unsere Google-Suchbegriffe per Gedankenkraft eingeben? Oder Computer-Games über eine Hirn-Maschinen-Schnittstelle spielen? Und könnte man dann nicht auch unsere Gedanken "hacken" bzw. womöglich sogar fernsteuern? Amerikanischen Forschern gelang es bereits, Ratten via Hirnimplantat in verschiedene Richtungen zu dirigieren - von einem gewöhnlichen Laptop aus. Eine der möglichen Anwendungen: Über Brain-Machine-Interfaces gesteuerte Tiere ließen sich etwa zum Aufspüren von Bomben einsetzen. Kein Wunder, dass sich gerade die US-Militärforschung besonders für die neuen Neurotechnologien interessiert. Das Staunenswerte und das Gruselige liegen eben oft eng beisammen!
Ich finde diese Fortschritte faszinierend – und gespenstisch zugleich. Werden wir in ein paar Jahren unsere Google-Suchbegriffe per Gedankenkraft eingeben? Oder Computer-Games über eine Hirn-Maschinen-Schnittstelle spielen? Und könnte man dann nicht auch unsere Gedanken "hacken" bzw. womöglich sogar fernsteuern? Amerikanischen Forschern gelang es bereits, Ratten via Hirnimplantat in verschiedene Richtungen zu dirigieren - von einem gewöhnlichen Laptop aus. Eine der möglichen Anwendungen: Über Brain-Machine-Interfaces gesteuerte Tiere ließen sich etwa zum Aufspüren von Bomben einsetzen. Kein Wunder, dass sich gerade die US-Militärforschung besonders für die neuen Neurotechnologien interessiert. Das Staunenswerte und das Gruselige liegen eben oft eng beisammen!
vasek - 30. Mai, 12:48


Grusellabor
Der Bericht demonstriert anschaulich, wie experimentelle Wissenschaft immer noch im mechanistischen Denken verhaftet ist. Descartes lässt grüßen. Gruselig – wegen der unseligen Tierexperimente – werden doch die „ verstümmelten Tieropfer“ missbraucht als Demonstrationsobjekte.Tier und Technik verbunden durch implantierte Chips – Leitungen mit Computer- Programmen und schließlich die Prothese. Roboterhaft greift der Affe(wehrlos) zur steril gereichten Nahrung. Ruckhaft verbinden labortechnische Anordnungen beide „Systeme“.Zwanghaft.Zerstörte Feinmetorik soll technisch überbrückt werden.Gefühllos.Wie fragwürdig das Tierexperiment ist, zeigt schon der Labor-Affe reflexartig, der mit dem intakten Arm zum Ausgleich greifen möchte. Eine Röhre umschließt diesen, unterdrückt,denn der Experimentator will seinen Versuchsaufbau störungsfrei durchführen. Sterile Handschuhe,Edelstahlgestänge mit Greifern,Abstandhalter.Zeigt sich so Fortschritt?
Quälendes im Sinne einer Wissenschaft, die eigentlich Sinnvolles erreichen soll. Verbesserung? Wohl kaum.Eher Fusch.Die Natur lässt sich nicht überlisten – von ihr können wir nur lernen (ihre Würde anerkennen) und somit uns Respekt abverlangen.
Bernd von Frankenberg