Der Gott von "Spore"
Ich wollte immer schon mal ein ganzes Universum erschaffen. Leider hat man dazu selten Gelegenheit. Das wird sich demnächst ändern: Im September soll das Computerspiel Spore auf den Markt kommen. Das Game sprengt alle bislang dagewesenen Dimensionen von Simulationsspielen – es läßt uns die Welt aus der ganz großen Perspektive sehen. In "Spore" kann man Leben kreieren, Planeten und Galaxien beherrschen, Kulturen und Wirtschaftssysteme gründen – und mit anderen Spielern teilen. Ermöglichen uns Spiele wie "Spore", unsere immer komplexere Welt besser zu verstehen? Begreifen wir das Geheimnis von Leben und Evolution besser, wenn wir unsere eigenen Kreaturen erschaffen? Vielleicht ist die Entwicklung des Lebens ja selbst ein Spiel, wie einige Wissenschaftler glauben. Das Unbegreifliche ist nur, woher die Regeln kommen. Im Fall von "Spore" ist es einfach: Entwickler Will Wright hat sich das Computerprogramm ausgedacht – er ist also "Gott". Aber wie ist es beim Spiel des Lebens? Und woher wissen wir, dass die Evolution des Kosmos nicht selbst eine gigantische Simulation ist? Theoretisch könnte irgendwo in einem Paralleluniversum eine überlegene Zivilisation sitzen und sich sich an ihren tolpatschigen Kreaturen namens Menschen erfreuen. Ich gebe zu, das ist ein seltsamer Gedanke. Aber schon allein dass wir diese Möglichkeit nicht ganz ausschließen können, sagt uns etwas über das Staunenswerte unserer Existenz.
vasek - 16. Jul, 15:47


Dr
Dann ist mir eingefallen, dass beim Flugzeugabsturz in Spanien ein Kind gerettet wurde, das verzweifelt gefragt hat: Ist das ein Film, wann ist er aus!
Wie könne wir in Zukunft sicher sein, Reales von Simulierten zu unterscheiden. Wo ist unser sicherer ICH Standort, wo ist Halt, wie
kann ich sicher sein, keiner illusion zu unterliegen. Oder ist alles Traum, Spiel, wir nur Spieler im Spiel, Randfiguren, Hauptfiguren, Schauspieler.
Da ist doch mehr!
Die Sicherheit ist Gott in uns. Das ICH BIn, das viele Namen und Kostüme trägt, aberdohc EINs bleibt.
1+1=1 Die Weltformel, nach der man sucht und schon längst gefunden ist. ICH BIN JETZT, derzeit in der Rolle des Werner Slupetzky auf Erden.